Ökopunkte: kommerzialisierter Naturschutz

Bürgermeister Paule und seine Koalition wollen viel bauen und müssen für die Versiegelung von Flächen ökologisch wertvolle Ausgleichsflächen  bereitstellen, die die Stadt nicht hat. Sie hat sie nicht ausreichend für zukünftige Baugebiete und auch nicht für das geplante Industriegebiet am weißen Weg. Da bietet sich als Notlösung der teure Ankauf von sogenannten Ökopunkten an.

Der kommenden Stadtverordnetenversammlung liegt ein entsprechender Antrag der Verwaltung zum Ankauf umfänglicher Ökopunkte vor. Die CDU/UWA-Koalition besuchte das Gelände und zeigte sich begeistert.

Die effizienteste Maßnahme besteht aber darin, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen.

Große Bauabnahmen in der ländlichen Kleinstadt sind ein Problem, soweit sie nicht Defizite decken, sondern dem Mantra folgen: Hohe Bevölkerungsdichte gut –   niedrige schlecht und alte Menschen schlecht – junge Familien gut.

Man sollte nur so viel bauen, wie tatsächlich benötigt wird und man auch einen guten Ausgleich schaffen kann.

Ökopunkte, selbst da wo die Flächen ökologisch attraktiv sind, sind nicht billig und kommerzialisieren den Vorgang. Statt die Versiegelung zu begrenzen hängen die Grenzen und Wünsche wesentlich von der Finanzkraft der Kommune ab.